Archiv | Februar 2016

Vanilla: Ms. Browns Versuchung

Emily Key
Vanilla: Ms. Browns Versuchung

Vanilla
Klappentext:

Abigail Brown (29), die Leiterin einer Kunstgalerie und Chaospolitikerin; Anthony Clark (35) der sexy Chirurg aus LA. Zwei völlig verschiedene Menschen. Der gleiche Freundeskreis. Und eine gemeinsame Geschichte. Anthony, der rastlos und ziemlich gut im Verbergen von Geheimnissen ist, dessen Alltag fein sortiert wirkt und dem jede Menge Frauen zu Füßen liegen. Abby Brown, die unkomplizierte New Yorkerin, die für Vanille sterben würde, die alles will – nur nicht ihr Herz verlieren – und der zu leben wichtiger als aufräumen ist. Was passiert, wenn Stolz und Verlangen aufeinanderprallen, wer treibt wen als Erstes in den Wahnsinn, wer gibt nach, oder wer bringt gar den anderen zuerst um?
Klappentext und Cover mit besten Dank an den A.P.P.-Verlag.

Hmm, Hmm, Hmm, dass war eine Gefühlsgeladene Geschichte. Sie hat mich mitgerissen und zum weiterlesen animiert. Sie war im Ganzen flüssig geschrieben, allerdings für mich an manchen Stellen nicht ganz nachvollziehbar. Die Protagonisten Abigail, kurz Abby, und Anthony sind gut ausgearbeitet. Leider war für mich Abby einfach zu stressig und unterwürfig. Anthony war mir stellenweise zu undurchsichtig. Was vielleicht auch daran liegen könnte, dass die Geschichte nur aus der Ich-Perspektive von Abby geschrieben wurde.

Abby, die mit Anthony in der Studentenzeit eine Hassliebe geführt hat, war am Boden zerstört, als dieser plötzlich über Nacht in eine andere Stadt gezogen ist. Sie brauchte lange, um darüber hinweg zu kommen. Dann als sie schon nicht mehr daran glaubte, war Anthony wieder da. Sie wurde darüber von ihrer Freundin am Telefon informiert und das er gleich beim Monatlichen Treffen mit dabei ist. Oh je, sie war aber gefasst dorthin gegangen.

Anthony, ganz der Draufgänger, hatte sich gleich an Abby ran geschmissen. Hach, und hier gleich das Nervige, eigentlich wollte sie nicht, konnte sich ihm aber nicht entziehen….da hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht.

Trotz mickriger Gegenwehr von Abby landen die beiden in der Kiste. Sie fangen an, eine Affäre zu führen, von der aber keiner was wissen soll.

Es wurde gestritten und gezankt, was zu hitzigen Dialogen geführt hat.

Es gibt Zeitsprünge in die Vergangenheit, die sehr emotional waren. Es gab da was, was Anthony schon immer an Abby gestört hat, was sich in der Zukunft auch nicht geändert hat. Es wird aber auch aufgeklärt, warum Anthony das so sehr störte.

Abby merkt schnell, dass Anthony ein Geheimnis vor ihr hat und das hat zu Verwirrung und zu Missverständnissen geführt. Und natürlich auch zu Herzschmerz. Ich muss sagen, dass Anthony sich da ziemlich blöd angestellt hat und das nicht schön zu lesen war.

Das Geheimnis wird aber gelüftet und Abby musste das erstmal verdauen. Verständlich.

Das Ende war okay und es gab noch einen kleinen Einblick aus Anthonys Ich-Perspektive.

Also, trotz, dass mir die Protagonisten nicht ganz zugesagt haben, war es trotzdem ein emotionales Leseerlebnis. Ein Auf und Ab der Gefühle, die mir doch sehr nahe gingen. Und Abby ging einem ja nicht durchweg auf den Keks. Es gab durchaus auch schöne Momente zwischen den beiden, wo es Spaß gemacht hat zu lesen. Ich hatte auch nicht das Bedürfnis das Buch aus der Hand zu legen, sondern wollte schon wissen, wie es weitergeht, da es durchaus Lesenswert war.

Zu kaufen als Print

und Ebook

Eiskalte Sehnsucht

Jennifer L. Armentrout
Eiskalte Sehnsucht
Dark Elements 2

Dark Elements 2
Klappentext:
Layla ist verzweifelt und einsam! Sie vermisst Roth, den teuflisch attraktiven Dämonen-Prinzen. Und ihr bester Freund Zayne, der sie vielleicht über den Verlust hinwegtrösten könnte, bleibt dank ihrer seelenverschlingenden Küsse für sie tabu. Dass ihre sonst so fürsorgliche Gargoyle-Ersatzfamilie auf einmal Geheimnisse vor ihr hat, macht alles schlimmer. Schließlich entdeckt sie auch noch neue Kräfte an sich. Dann taucht völlig unerwartet Roth wieder auf. Aber bevor Layla die Zweisamkeit mit ihm genießen kann, bricht die Hölle los …
Cover und Klappenext mit bestem Dank an HarperCollinsGermany.

Auch der zweite Band konnte mich überzeugen. Er war Gefühlvoll, spannend, fesselnd und Geheimnisvoll. Die Geschichte war wieder flüssig geschrieben und die Charaktere toll beschrieben. Sie ist wieder aus der Ich-Perspektive von Layla geschrieben.

Layla trauerte um Roth, fühlt sich einsam und Zayne hilft ihr über den Verlust hinweg, ist ihr ein guter Freund.

Bis Roth eines Tages vor der Tür der Wächter steht und etwas über eine Bedrohung erzählt. Er wird von mehreren Dämonen begleitet.

Layla ist komplett von der Rolle ihn zu sehen, kann es kaum glauben, allerdings ist das erste Wiedersehen anders als sie es sich gedacht hatte. Und mir traten Tränen in die Augen, denn Roth war echt nicht nett.

Überraschend ist er aber doch wieder in der Schule aufgetaucht und war ganz anders zu Layla, als sie gedacht hätte.

Sie arbeiten wieder zusammen und müssen sich Gegnern stellen. Bei einem Kampf wird Layla verletzt und Roth hilft ihr natürlich und bringt sie in sein Apartment. Erstaunlicherweise hatte sogar Zayne Bescheid gegeben um sie hinterher abzuholen. Trotzdem war Zayne nicht begeistert.

Wo im ersten Band der Focus auf Layla und Roth gerichtet war, war es diesmal mehr auf Layla und Zayne. Er sah in ihr schon lange nicht mehr das kleine Mädchen. Layla ist aber noch zurück haltend, da sie mit ihrem Kuss ja immer noch eine Seele rauben kann. Allerdings passieren mit ihr komische Dinge, ihre Fähigkeiten verändern sich und auch in ihrer Umgebung passieren unheimliche Dinge.

Jugendliche benehmen sich seltsam und sterben. Layla, Roth und Zayne glauben, dass es an der Bedrohung liegt, von der Roth am Anfang gesprochen hat.

Im Haus der Wächter geht ebenfalls etwas nicht mit rechten Dingen zu und Layla wird natürlich wieder dafür verantwortlich gemacht. Layla ist zutiefst verletzt, da Abbot, ihr Ziehvater, ihr das meiste unterstellt.

Layla lässt sich zudem von Roth überreden ihr etwas zu zeigen, das hat natürlich auch wieder Konsequenzen. Eifersüchteleien stehen ganz oben auf der Tagesordnung.

Roth und Layla haben Hexen aufgesucht, um so mehr über die Bedrohung zu erfahren und wo sie sich aufhält. Schlauer waren sie danach leider nicht, sondern es bestätigte nur einen Verdacht, den Layla hatte. Dann hat Roth noch eine Bombe platzten lassen wodurch Layla erst mal nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Verständlich.

Sie lässt sich von Zayne trösten und das löst einen Rattenschwanz aus, der mehrere fürchterliche, aber auch Überraschende Situationen gleichzeitig auslöst.

Das Ende hat einen üblen Cliffhanger, ahhhhhhh und es dauert noch so lange bis der dritte Band erscheint. Schrecklich!!!

Ich kann wieder eine klare Leseempfehlung geben. Es war eine fesselnde Geschichte, in der viel passiert ist. Layla ist wieder von einer brenzlichen Situation in die nächste geraten, Langeweile kam auf jeden Fall nicht auf und von Roth kam noch so einiges Überraschendes.

Es gab auch noch eine kleine Szene aus der Ich-Perspektive von Zayne.

Klingt interessant? *klick*

Weitere Bände
Bittersüße Tränen (noch nicht gelesen)
Jasmine ist nicht gerade so, wie ein weiblicher Gargoyle zu sein hat: Sie liebt es, in die luftigen Höhen emporzusteigen – und kein männlicher Gargoyle überflog bisher schneller die Adirondacks. Keiner, außer ihrer großen Liebe Dez, der spurlos verschwand! Deshalb ist Jasmine richtig wütend, als er nach drei Jahren wiederauftaucht und nahtlos dort anknüpfen möchte, wo sie aufgehört haben. Doch so leicht will sie es ihm nicht machen: Sieben Tage gibt sie Dez, um ihr Herz zurückzugewinnen. Sieben Tage voller Gefahren und bittersüßer Versuchung …
Hättest du gerne 🙂 *klick*

1. Steinerne Schwingen
Ich kann Dämonen aufspüren, denn ich bin eine von ihnen. Ich kann den Menschen bis in die Seele schauen. Und ich kann sie ihnen rauben – mit einem Kuss. Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!
Hättest du gerne 🙂 *klick*

3. Sehnsuchtsvolle Berührung, erscheint am 10.08.2016
Wer die Wahl hat, hat die Qual – Layla weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, vom Herzen ganz zu schweigen. Die dunkle Seite der Macht lockt in Gestalt des sexy Dämonen-Prinzen Roth, der die Abgründe ihrer Seele besser kennt als jeder andere. Aber da ist auch noch der attraktive Wächter Zayne, ihre plötzlich gar nicht mehr so unerreichbare Jugendliebe. Während sie noch mit ihren verwirrenden Sehnsüchten ringt, droht ein höllischer Feind alles zu vernichten, was ihr wichtig ist. Hoffnungslos verstrickt in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, bleibt Layla nur die Flucht nach vorn – in einen Krieg, den sie unmöglich allein gewinnen kann …
Schon mal vormerken? *klick*

(Blogtour Tag 6) Porta Inferna – Auserwählte des Schicksals #PortaInfernaBT

Porta Inferna Blogtour2

Herzlich Willkommen,

heute ist Tag 6 der Blogtour von Porta Inferna und ich freue mich, euch eine entfallene Szene zeigen zu dürfen.

Bisher hat die Tour folgende Stationen durchlaufen:

Bei Anett von Reading Books habt ihr einen Einblick in die Dämologie erhalten,

weiter ging es bei Jessie von Jessies Bücherkiste mit einem Interview mit Duncan,

bei Susann von Bücherträumerei gab es eine Vorstellung von der Bail Enforcement Agency,

eine Einführung in die Welt von Porta Inferna hatte uns Melanie von Bookrecession gegeben,

ein Ohne-Worte-Interview mit Nancy Steffens gab es bei Kitty von My Books Paradise,

von mir gibt es heute die entfallene Szene und morgen

führt Desiree von Eine Leidenschaft für Bücher ein Interview mit Leserfragen an die Autorin Nancy Steffens.

♥ ♥ ♥

Entfallene Szene – Ein wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt mit Sheeva und Duncan

„Einen Irish Coffee, bitte“, hörte ich Minuten später eine raue Männerstimme hinter mir sagen und ohne mich auch nur einen Zentimeter umgedreht zu haben, wusste ich, dass ich den Kerl kannte, dem sie gehörte.
Mit gespieltem Desinteresse für den Neuankömmling, blickte ich die dralle Bedienung neugierig an. Ihrem abrupten Grinsen zu folge und der Tatsache, dass sie immer wieder unauffällig an ihrem Dekolleté zupfte, um ihre Reize noch besser in Form zu schieben, wusste ich, dass ihr gefiel, was sie sah. „Kommt sofort, schöner Mann“, zwinkerte sie ihm keck zu, ehe sie sich mit leicht wackelndem Hinterteil umdrehte und ihm seinen Drink vorbereitete.

Als hätte plötzlich jemand die Heizung angedreht, kam es mir schlagartig wärmer vor. Die knisternde Hitze, die von meinem Nebenmann ausging, war deutlich zu spüren, und das nicht nur, weil er direkt neben mir stand. Die Zeichen, dass ein Dämon anwesend war, standen also mehr als gut.
„Kühler Abend heute, nicht wahr?“, versuchte er ein Gespräch mit mir aufzubauen, doch ich war weder begeistert von dieser sich anbahnenden Konversation noch von der Tatsache, dass er überhaupt hier war. Ich weiß schon, warum ich Weihnachtsmärkte hasse. Man trifft immer wieder auf Leute, denen man eigentlich nicht begegnen möchte.
„Ja, kühl“, fiel meine Antwort sehr lapidar aus und sofort setzte ich meinen Becher Eierpunsch wieder an die Lippen, um nicht reden zu müssen.
„Wie ich sehe, weißt du dir aber zu helfen.“
Leicht genervt, über seinen anhaltenden Versuch, Smalltalk mit mir zu betreiben, schürzte ich die Lippen und atmete hörbar aus. „Hat Befana dich geschickt? Falls ja, dann verschwinde einfach wieder. Ich brauche keinen Babysitter!“, maulte ich und sah gelangweilt in die Runde der verbliebenen Glühweinstandkunden. Hm, hier kann man heute leider keinen guten Fang mehr machen.
„Ich wurde von niemandem geschickt, Sheeva. Es ist mir auch ohne Befehl möglich, mich frei auf der Erde zu bewegen, das weißt du. Darf ich dir Gesellschaft leisten?“ Verdammt, der gibt auch nicht auf, was?
„Tu dir keinen Zwang an“, blaffte ich und sah genüsslich dabei zu, wie kleine Rauchschwaden von meiner Tasse emporstiegen.
„Hier, Hübscher, dein Irish“, trällerte plötzlich das Rasseweib vor uns, während sie eine heiße Tasse über den Tresen schob und schelmisch lächelte. Lüstern blickte sie meinen Nachbarn an und kam dennoch nicht umhin, auch die angespannte Situation zwischen uns zu bemerken.
„Falls dir die Kleine Ärger macht, sag einfach Bescheid, ich kümmere mich dann um sie“, hauchte sie ihm leise entgegen und leckte sich rollig über die roten Lippen. Flittchen!
„Danke, aber ich bin wegen ihr hier und sie macht keine Probleme“, antwortete der Dämon ruhig, woraufhin sich das Gesicht der Bedienung schlagartig zu einem eiskalten Pokerface verzog. Bingo, Mädchen. Nicht mit einer Abfuhr gerechnet, hm?
„Wie du meinst“, war alles, was sie ihm noch zu sagen hatte, ehe sie sich eingeschnappt umdrehte und uns beiden die kalte Schulter zeigte.
„Du hättest ihr Angebot annehmen sollen, sie ist sicher ein guter Fang“, witzelte ich und nahm einen weiteren Schluck aus meinem bereits halb geleerten Becher.
„Ich bin nicht ihretwegen hier, Sheeva. Und wenn ich diese Art von Spaß wollte, hätte ich ihn bereits zuvor an anderer Stelle haben können“, konterte er und ließ mich aufhorchen.
„Weshalb bist du dann hier, Duncan? Um mir Vorwürfe zu machen? Um mir ein schlechtes Gewissen einzureden, dass ich es hätte besser im Griff haben müssen und nicht so viele Opfer daraus hervorgehen hätten sollen?“

Ein scharfer Stich durchfuhr meinen Brustkorb, als ich mich an die Vielzahl von unschuldigen Bürgern erinnerte, die vor einigen Wochen ihr Leben hatten lassen müssen. Bis heute schmerzte es mich jeden Tag mehr, dass ich nichts dagegen hatte tun können. Doch was hatte man auch von mir erwartet? Ich war neu auf diesem Gebiet und meine Erfahrungen waren gleich Null. Vielleicht sollten sie beim nächsten Mal besser recherchieren, wen sie für diesen Job anheuern!

Ich leerte meinen Pott in einem Zug, schob einen fünf Dollarschein unter das Gefäß und wand mich zum Gehen um. Rasch packte Duncan meinen Arm, um mich daran zu hindern. „Nimm deine verdammten Griffel da weg, oder ich breche sie dir! Ich mag angetrunken sein, Duncan, aber dazu bin ich allemal noch fähig“, drohte ich mit zusammengepressten Zähnen und sofort ließ er locker. Idiot. Als hätte ich auch nur den Hauch einer Chance, ohne etwas getrunken zu haben.
Laut klapperten meine Absätze durch die Nacht, während ich meinen Kragen aufrichtete, meine neuen Handschuhe überstreifte und das Geschenk meines Vaters in meiner Jackentasche verstaute. Ich wollte nur noch nach Hause, in mein Bett und endlich alles um mich herum vergessen. Meine geschundene Seele sollte sich erholen und ich wollte endlich wieder frei von trüben Gedanken sein. Ach köstlicher Punsch, du hast mir bereits gut dabei geholfen, dachte ich und schmunzelte, dass die Weihnachtszeit doch auch ihre guten Seiten haben konnte.
Nach wenigen Kilometern hatte ich schließlich mein Zuhause erreicht. Den Blick auf den Boden gerichtet, wühlte ich in meiner Jackentasche, um den Wohnungsschlüssel ausfindig zu machen, während ich vorsichtig die Stufen zur Eingangstür nahm. Langsam setzte ich einen Fuß vor den nächsten, um nicht rücklings zu fallen, was, zu meiner Verwunderung, schwerer war als erwartet. „Verdammtes Glühwein-Eierpunsch-Gesöff.“

Ohne das Ziel wirklich vor Augen zu haben, stocherte ich mit meinem Schlüssel am Schloss herum, verfehlte es jedoch immer wieder.
„Komm, lass mich dir helfen“, ertönte Duncans Stimme plötzlich hinter mir und ließ mich erschrocken herumfahren. Lautstark klappernd fiel dabei der Schlüssel zu Boden und ich hatte Mühe, weiterhin mein Gleichgewicht zu halten. „Musst du dich eigentlich immer so an mich heranschleichen?“, wütete ich angetrunken brabbelnd, lehnte mich ein Stück weit nach vorn und angelte, in leicht kreisenden Bewegungen, nach meinem Schlüsselbund. „Komm schon her, du blödes Ding“, fluchte ich, denn so sehr ich mich auch anstrengte, meine Finger wollten mir kaum noch gehorchen. Hab ich denn wirklich so viel getrunken, dass mir die einfachsten Dinge nicht mehr gelingen?
Meine abwertende Haltung ihm gegenüber ignorierend, griff Duncan beherzt nach meiner Hüfte, um mich zu halten, ehe er sich mit einem gezielten Griff meines Schlüssels bediente und die Haustür öffnete.

„Das hätte ich auch allein geschafft“, knurrte ich, riss ihm tollpatschig den Schlüssel aus der Hand und hetzte überstürzt in den Hausflur. Drinnen angekommen, verfehlte meine Hand natürlich den Lichtschalter um Längen, während meine Beine nicht von ihrem Ziel – nach oben in meine Wohnung zu kommen – abwichen. Unverzüglich, über die nur knapp hinter dem Eingang befindliche Treppe stolpernd, rammte ich mir sogleich das Geländer unsanft in den Bauch, krachte ungebremst auf meine Knie und glitt schließlich orientierungslos zu Boden.
„Au, verdammte Scheiße aber auch. Dreck auf Toast, tut das weh! Nie wieder Zimt, Nelken und Eier zusammen“, fluchte ich lautstark, während ich mich schmerzgeplagt wie ein Embryo zusammenkauerte. „Ich hasse Weihnachten und dieses ganze Teufelszeug an Getränken. Ich hasse es!“, schnauzte ich weiter, während ich den erfolglosen Versuch startete, mich wieder aufzurappeln. Ich spürte, wie mir Tränen der Verzweiflung in die Augen stiegen, denn meine Knochen durchzog noch immer ein reißender Schmerz.
Sanftes Flackern strafte kurz darauf meine müden Augen, als Duncan den Lichtschalter betätigte und erschrocken auf mich herabblickte. „Lass mich bloß in Ruhe und verschwinde endlich“, versuchte ich ihm sogleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, da er bereits dazu ansetzte, mir behilflich zu sein. „Sei nicht albern, Sheeva“, war alles, was er mir entgegensetzte, ehe er sanft seine Hände unter meinen Körper schob, mich dicht an seinen warmen Körper zog und sich erhob. „Lass mich verdammt nochmal runter. Ich brauche deine Hilfe nicht, okay? Ich schaff das allein! Wie ich es auch die letzten Wochen ohne dich geschafft habe! Hau endlich ab“, krakelte ich und schlug erschöpft auf seine harte Brust ein. Doch Duncan dachte nicht daran, mich meinem Schmerz zu überlassen und abzuhauen, obgleich ich seinem Gesicht entnahm, dass ihn meine Worte getroffen hatten. Ach komm, ernsthaft? Du schmollst, fragte ich mich innerlich, während ich nun doch meinen Groll ein wenig runterfuhr. Aber was hatte Duncan denn von mir erwartet? Seit der Apokalypse war ich mit meinem Seelenschmerz allein gelassen worden. Nacht für Nacht kämpfte ich darum, schlafen zu können und nicht an die grässlichen Bilder zu denken. Vielleicht ist es ja für einen Dämon gang und gäbe, blutverschmierte leblose Körper zu sehen, doch für mich ist das keinesfalls Alltag!

Stufe für Stufe nahm Duncan die Treppe bis ins Obergeschoss, zückte meinen Schlüssel und verschaffte sich Zutritt zu meiner Wohnung. „Bist du dann jetzt fertig? Lass mich runter und geh bitte“, startete ich einen erneuten Versuch, dass er mich aus seinen Armen entließ, denn es fiel mir, so nah an seine Brust gelehnt, zusehends schwerer, seinem verlockenden Duft zu widerstehen. Reiß dich zusammen, Sheeva und sieh zu, dass du ins Bett kommst. Allein!
„Wo ist dein Schlafzimmer?“, drang es leise aus Duncans Kehle, während er mit seinem Fuß die Wohnungstür hinter sich schloss und anschließend im Flur innehielt. Ist das sein Ernst? Meinem fragenden Blick begegnend, verengte Duncan seine Augen zu schmalen Schlitzen und schüttelte unter unmerklichem Lächeln sein rabenschwarzes Haar. „Ich sollte dich ins Bett bringen, nachdem du bereits gestürzt bist. Also, in welche Richtung muss ich mich orientieren, wenn ich dein Schlafgemach sehen möchte?“
Eindringlich sah ich ihm in die funkelnden, bernsteinfarbenen Augen, die mir mit sanftem Blick begegneten, während er geduldig auf meine Antwort wartete. „Warum zur Hölle tust du das?“, fragte ich ihn leise, denn allmählich meldete sich nun doch mein schlechtes Gewissen. Ich hatte ihn mehr als nur einmal von mir gewiesen, ihn angemault und zur Hölle gewünscht, doch noch immer stand er loyal an meiner Seite und ließ es nicht zu, dass ich mir weiter Schaden zufügte. „Es gibt keinen bestimmten Grund dafür, Sheeva. Du brauchtest Hilfe und ich war zufälligerweise da. Mehr nicht. Sagst du mir jetzt, was ich wissen will?“ Mein Mundwinkel zuckte kurz, um ein leichtes Lächeln anzudeuten, ehe ich meine linke Hand ausstreckte und ihm den Weg wies.
Ohne es bewusst zu tun, lehnte ich gleich darauf meinen Kopf an Duncans Schulter und schloss die Lider. Mein Schädel brummte, meine Knochen taten weh und meine Augen dankten mir für die Dunkelheit. Mein Körper konnte es kaum noch erwarten, den ersehnten wohltuenden Schlaf zu finden, den er schon seit Wochen nur noch auf Zuteilung bekam. Ich war erschöpft und brauchte unbedingt etwas Ruhe.

„Da wären wir. Erschrick nicht, ich werde dich jetzt aufs Bett legen“, drang es leise murmelnd in meine Ohren und ließ mich langsam wieder die Augen öffnen. Hast du dich gerade bei ihm angekuschelt?
Vorsichtig beugte Duncan sich nach vorn, hielt mich jedoch weiter fest an sich gedrückt, damit ich nicht abrupt nach unten fiel. Der betörende Duft nach Wald und leichtem Rauch umgarnte mich und ließ mich tief einatmen. Denn ob ich es mir eingestehen wollte oder nicht, ich hatte ihn in den vergangenen Wochen mehr als nur einmal vermisst.
„In Ordnung, du kannst mich jetzt loslassen“, merkte Duncan unter sanftem Raunen an und ließ mich irritiert blinzeln. Ich hatte nicht einmal mitbekommen, dass ich mich bereits auf dem Bett liegend befand und dennoch weiterhin meine Arme um seinen Hals schlang.

Unsere Blicke trafen sich und plötzlich hatte ich das wundersame Verlangen, ihm noch viel näher zu sein. Was zur Hölle stimmt nicht mit dir, Sheeva?
Für einen kurzen Augenblick schloss ich erneut meine Lider und sog ein letztes Mal seinen köstlichen Duft tief in mich ein. Überaus langsam zog ich daraufhin meine Arme in meine Richtung. „Verdammt, warum riechst du nur so gut?“, sprach ich meine Gedanken leise murmelnd aus und zwang mich mit Nachdruck, meine Hände nun gänzlich an mich zu ziehen.
Schnell wie ein Blitz durchfuhr plötzlich ein heißes Prickeln meine Lippen und ließ mich überaus erregt aufkeuchen. Heilige Scheiße!
Schlagartig riss ich meine Lider nach oben und stellte mit Erschrecken fest, dass ich meine Hände nicht von Duncans Nacken gelöst und ihn stattdessen weiter an mich gezogen hatte. Meine Lippen berührten noch immer die seinen und hielten das begierige Feuerwerk in mir weiter am Leben.

Wie ein Tornado wirbelte die Sehnsucht nach inniger Geborgenheit durch meinen Körper und ließ mein Herz vor Verlangen beinahe außer Takt geraten. Ob es an Duncans sorgsamer Art oder eher an der Tatsache lag, dass ich von Berufswegen viel zu wenig Zeit für Intimitäten hatte, wusste ich nicht, doch es machte prinzipiell auch keinen Unterschied.
Irritiert blickte ich in seine funkelnden Augen, während ich dennoch langsam aber sicher unseren intimen Moment beendete. Verflucht, Sheeva, was soll das? Eben noch zickst du ihn an und nun sagst du ihm wie gut er riecht und willst ihn in deinem Bett sehen?

Lächelnd sah der Dämon auf mich herab. „Ich fürchte, aus dir spricht der Punsch, Sheeva“, entgegnete er mir ruhig, und obgleich ich nicht wusste, warum diese Situation so plötzlich aus dem Ruder geraten war und meine Gefühle mich von einer Sekunde zur anderen in diese Richtung trieben, so wuchs doch die Sehnsucht in mir, ihn erneut zu berühren.
„Ist es einem Dämon nicht egal, ob Alkohol im Spiel ist? Nehmt ihr euch nicht für gewöhnlich, wonach euch begehrt?“, raunte ich süß und wagte es erneut, seinen Mund mit meinen zitternden Lippen zu bedecken. Abermals schoss eine gewaltige Eruption durch meinen Körper, ließ mich erschauern und sofort lauthals keuchen. Heilige Maria, Mutter Gottes!
Beinahe schüchtern erwiderte Duncan meinen sanften Kuss, doch zog er sich kurz darauf, unter unmerklichem Grollen, wieder von mir zurück. „Ich bin kein Incubus, Sheeva … mir ist es nicht egal. Und ich finde, wir sollten das nicht tun. Nicht unter diesen Umständen.“

Verwundert über seine Aufrichtigkeit sah ich ihn durchdringend an. „Wann wäre denn deiner Meinung nach ein guter Zeitpunkt? Wenn die nächste Apokalypse ansteht und ich auf Grund meiner Unfähigkeit scheitere?“ Das war ein Schlag ins Gesicht, dachte ich und sofort schlug mein Herz bis zum Hals. In Windeseile schnürte sich mir der Magen zu und ich bekam kaum noch Luft, als ich unweigerlich an unsere gemeinsame Schlacht denken musste.
Duncans Miene verhärtete sich. Doch war es keine Wut, die in seinen Augen stand. Vielmehr konnte ich darin eine gewisse Schuld erkennen.
„All diese Bilder in meinem Kopf. All das Blut, all die Qualen und das Leid. Ich habe seit jenem Tag kaum ein Auge zugemacht, Duncan, denn ich habe Angst müde zu werden. Ich habe Angst zu schlafen und diesen Tag immer und immer wieder in meinen Träumen zu erleben. Ich möchte mich davon befreien, mit dieser Schuld leben oder einfach vergessen können, doch es geht nicht, Duncan. Es geht einfach nicht!“, platzte es sogleich aus mir heraus und schlagartig sammelte sich ein Meer an Tränen in meinen Augen. Seit wann bin ich nur so verflucht emotional? Das bist doch nicht du, Sheeva!

Duncan beobachtete mich mit nachdenklichem Blick, ehe seine Augen von einer Seite zur anderen huschten, um meinem gequält verzogenen Gesicht auszuweichen. Langsam rappelte ich mich auf, denn es war unverkennbar, dass auch ihn gewisse Dinge plagten. Zaghaft umfasste ich sein markantes Gesicht mit dem Dreitagebart und zwang ihn, mich anzusehen. „Die Schuld frisst mich langsam auf, Duncan, denn ich finde einfach keine Ruhe mehr. Ich wünschte, du könntest mir helfen, wünschte, du könntest meine Seele befreien und mir die Angst nehmen.“ Hoffnungslos schloss ich die Augen und lehnte meinen Kopf gegen seine Stirn. „Mach, dass ich wieder schlafen kann, Duncan. Mach, dass diese Albträume aufhören. Mach, dass alles wieder so ist, wie früher“, flehte ich ihn leise an und spürte, wie sich die heißen Tränen über meinen Wangen ergossen. „Lass mich bitte nicht allein heut Nacht. Bitte!“
Um uns herum war es totenstill, als Duncan plötzlich zärtlich mit seinem Daumen über mein feuchtes Gesicht fuhr. Immer mehr Tränen rannen über meine Wangen, doch vermischte sich nun meine innerliche Verzweiflung mit der Hoffnung auf Geborgenheit.

Langsam hob Duncan meinen Kopf an, strich zärtlich über meine weichen Lippen und lächelte mitfühlend. Prüfend sah er mir in die glasigen Augen, ehe er sich mir zaghaft näherte. Unter warmem Prickeln liebkosten seine glühenden Lippen gleich darauf meine Lider, glitten sanft von meinen Schläfen über meine Wange, bis hin zu meinem Kinn, wo er für einen kurzen Augenblick verweilte. „Du wirst nie wieder Angst haben müssen, Sheeva, das verspreche ich dir“, hauchte er mir leise entgegen und bedachte meinen zitternden Mund mit seinem liebevoll brennenden Höllenkuss. Unverzüglich schlang er seine starken Arme um mich, ließ das Gefühl von tiefer Geborgenheit durch meine Adern fließen und mich vor Zufriedenheit seufzen. Warm legte sich der süße Nebel des Glücks wie eine unsichtbare Decke um meine geschundene Seele, und schlagartig eine ungewohnte Schwerelosigkeit in mir spürend, keuchte ich erleichtert auf. Unter zärtlichem Streicheln glitten die lodernden Fingerspitzen des Kriegers über mein Haar und ließen mich abermals vor Entzücken erschauern.

„Ich werde bei dir bleiben, solange es dein Wunsch ist, Sheeva und dich deiner Qualen befreien, so gut ich es vermag“, knurrte Duncan animalisch, legte sich sachte mit mir nieder und bedachte mich unverzüglich mit einem weiteren stürmischen Kuss. Sofort umschloss düster wallende Jenseitsenergie meinen willenlosen Geist und ließ mich zufrieden lächeln. Von inbrünstigem Verlangen getrieben, zog ich Duncans erhitzten Körper fest an mich und wünschte mir nichts sehnlicher, als dass unsere Leiber endlich miteinander verschmolzen. Ohne weiter Zeit zu verlieren, presste er sich frohlockend zwischen meine Schenkel und ließ mich verzückt aufstöhnen.

„Bist du dir im Klaren darüber, worauf du dich einlässt?“, raunte der Dämon bittersüß und ich lächelte verheißungsvoll. Ganz gleich, was man sich über Dämonen auch erzählte, in diesem Moment wusste ich, dass ich mich seiner ungezähmten Macht, den ungeahnt prickelnden Gefühlen und dem tief in mir sitzenden Verlangen hingeben musste.
Und rückblickend gesehen, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass es die beste Entscheidung war, die ich jemals getroffen hatte. Denn so sehr ich mich auch immer dagegen gesträubt hatte, so kam ich mittlerweile nicht mehr umhin, mir einzugestehen, dass Duncan der beste Beweis dafür war, dass in einem vermeintlich bösen Wesen auch etwas Gutes stecken konnte. Ein Dämon, der nicht besessen von Hass und Unheil war, der in einem Moment der Intimität nicht zu seinem eigenen Vorteil handelte, weil sein Gewissen ihm im Weg stand und der einem ohne Eigennutz die helfende Hand reichte – das war wirklich etwas Besonderes und keinesfalls das Abbild einer typischen Kreatur der Unterwelt.

Und wohin auch immer diese Abenteuerreise noch führen würde, was auch immer die Zukunft für uns beide vorgesehen hatte, ich wusste, dass Duncan ab sofort immer einen besonderen Platz in meinem Leben finden würde.
Ohne jeden Zweifel!

♥ ♥ ♥

Die Gewinner stehen fest und können bei Mel *klick* nachgelesen werden.
Herzlichen Glückwunsch!

Gewinnspiel
Es gibt 2 x ein Ebook von Porta Inferna – Auserwählte des Schicksals und signierte Lesezeichen von Nancy Steffens zu gewinnen. Dafür müsst ihr nur die unten stehende Frage im Kommentar beantworten.

Frage:
Würdet ihr Duncan auch gerne mal auf dem Weihnachtsmarkt treffen?

Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab dem 2. Kommentar während der Blogtour
– Gewinnspielteilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten
– Versand innerhalb von Deutschland, Österreich und die Schweiz
– für Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen
– Adressermittlung erfolgt nur für das Gewinnspiel, die Adressen werden danach wieder gelöscht
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 28.02.2016 / 23:59 Uhr
– Die Gewinner haben nach der Bekanntgabe bis zum 06.03.2016 Zeit sich zu melden (sollte sich ein Gewinner nicht melden, wird neu ausgelost)
– der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns

Viel Glück und
liebe Grüße
Kiki

Am Ende der Finsternis

Alexandra Ivy
Am Ende der Finsternis
Guardians of Eternity 12


Klappentext:
Jahrhundertelang lebte die Chatri-Prinzessin Fallon zurückgezogen am Hof ihres Vaters. Nun ist die schöne Fee nicht nur fern ihrer königlichen Heimat, sie hat auch noch einen anmaßenden Vampir als Begleitung. Denn der mächtige Clanchef Cyn soll ihr helfen, einen Verräter aufzuspüren, der die magische Welt für immer zerstören könnte. Und nur wenn sie die knisternde Anziehung zwischen sich zulassen und ihre Kräfte vereinen, können sie den übermächtigen Gegner schlagen …
Cover und Klappentexte mit besten Dank an den Diana Verlag.

Das war mal wieder ein gutes Buch genau nach meinem Geschmack, mit dem richtigen Hauch von Fantasy, Liebe und tollen Charakteren.

Fallon, die aus ihrer Heimat heraus gerissen wurde, was ihr aber eigentlich gar nichts ausgemacht hat, da sie sich in ihrer königlichen Heimat wie in einem Gefängnis gefühlt hatte.

Cyn, Vampir, Clanchef von Irland und ehemaliger Berserker ist erst überhaupt nicht damit einverstanden, mit der Prinzessin zusammen arbeiten zu müssen. Dann ist da natürlich noch Levet, der kleine Gargoyle, der auf keinen Fall fehlen durfte und den männlichen Vampiren wieder mächtig auf die Nerven ging. Aber nicht nur Levet spielte eine Rolle, sondern auch Styx, Viper, Dante und auch die Koboldin Tonya halfen dabei mit, die Welt vor der magischen Bedrohung zu bewahren. Wobei auch die Orakel wieder eine wichtige Rolle spielten.

Demnach wurde die Geschichte nicht nur aus der Perspektive von Fallon und Cyn erzählt, sondern auch von den anderen o. g. Mitwirkenden. Auch Einblicke von dem Bösewicht hat man bekommen.

Fallon und Cyn konnte man ja schon in dem Vorgänger Band kennenlernen. Fallon half Roke zu seiner Gefährtin in die Chatri Dimension zu bringen. Da konnte man schon lesen, wie Fallon und Cyn sich anfunkelten. Am Ende konnte man dann lesen, dass Cyn Fallon wohl entführt hat.

Dem war aber nicht so, denn die Geschichte begann damit, dass Fallon und Cyn in seinen Höhlen wach wurden und das auch noch Nackt. Die Beiden wurden dazu verdonnert zusammen zu arbeiten um die Welt zu retten. Cyn passte das gar nicht und er ließ den Missgelaunten Vampir raus hängen. Fallon konnte sich überhaupt nicht mit seinem Verhalten anfreunden und ließ die hochnäsige Prinzessin raushängen. Allerdings wärte das Verhalten beider nicht lange, denn schnell wurde die Anziehungskraft immer stärker und Cyn überraschte Fallon mit einigen Nettigkeiten. Es war herzerwärmend zu lesen, wie er sich bemühte, dass sie es z. B. warm hatte oder genügend aß.

Erst hatte jeder für sich alleine gearbeitet und dann doch zusammen, da es immer gefährlicher wurde, je näher sie des Rätsels Lösung kamen. Fallons Verlobter spielte auch eine Rolle, was Cyn natürlich nicht passte.

Fallon war schon eine harte Nuss, da Cyns Beschützerinstinkt immer mehr zum Vorschein kam, sie sich aber nichts sagen lassen wollte, da sie sich ihr ganzes Leben schon sagen lassen musste, was sie zu tun und zu lassen hatte. Das hatte natürlich zu Zank und spritzigen Dialogen geführt.

Wie die Bedrohung aufgespürt wurde und wie es am Ende aufgelöst wurde hat mir sehr gut gefallen. Cyn und Fallon hatten gegen einige Gegner zu kämpfen und das ging nicht ganz ohne Blutvergießen. Es war Aktionreich und spannend.

Die Koboldin Tonya hatte dann auch ihren Mann gefunden, was eine schöne Nebengeschichte war. Allerdings hätte ich da noch gerne mehr gelesen, leider hatte die Autorin das dann nur in einer Erzählung erwähnt. Das fand ich sehr schade.

Auch am Ende gab es einen Strang, wo ich gern detaillierter etwas gelesen hätte, das blieb mir ein wenig zu unlogisch offen, aber erzählen kann ich es leider nicht, sonst verrate ich zu viel.

Prickelnde Erotik gab es natürlich auch, aber gut und passend wie man es von Alexandra Ivy gewohnt ist.

Das war wohl der letzte Band der Reihe gewesen. Schade eigentlich, ich hätte noch mehr von den Sympathischen Vampiren lesen können.

Also im Ganzen war es eine gute Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Kann ich auf jeden Fall empfehlen. Allerdings empfehle ich auch die anderen Bände zu lesen, da man sonst die Zusammenhänge nicht versteht, aber auch, weil sie einfach gut waren.

Klingt interessant? *klick*

Weitere Bände
1. Der Nacht ergeben
Die schüchterne Verkäuferin Abby kann ihre Augen kaum von dem mysteriösen Dante abwenden: Er ist einfach zu sexy, um wahr zu sein. Für sie interessiert er sich aber leider gar nicht. Als jedoch durch eine Verkettung seltsamer Umstände Abby zu einer Auserwählten wird, von der das Schicksal der Menschheit abhängt, ist ihr Leben plötzlich aufs Engste mit dem von Dante verknüpft. Denn er, ein Vampir, wurde schon vor Jahrhunderten auserkoren, die Auserwählte zu schützen…
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

2. Der Kuss des Blutes
Ein dunkler Fluch macht die Halbdämonin Shay zur Sklavin. Zähneknirschend muss sie es über sich ergehen lassen, an den Meistbietenden versteigert zu werden. Der glückliche Käufer: Viper, das Oberhaupt eines jahrhundertealten Vampir-Clans. Doch jemand – etwas – folgt Shay, als sie mit ihrem neuen Herrn den Sklavenmarkt verlässt. Etwas Böses, das nicht bereit ist, sie kampflos ziehen zu lassen. Denn Shays Blut birgt besondere Kräfte …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

3. Nur ein einziger Biss
Darcy Smith hat ihr Leben lang das Gefühl, anders zu sein — wie anders sie ist, ahnt sie jedoch nicht einmal: Von ihr allein hängt das Überleben einer Rasse von Dämonen ab. So wird sie zum Faustpfand im Krieg zwischen den Herrschern der Nacht: Styx, Oberhaupt der Vampire, und Salvatore, Herr der Werwölfe. An der Seite des einen wartet ein unsterbliches Leben voller Freuden, an der des anderen Versklavung bis in die Ewigkeit — wenn Darcy nur wüsste, wem sie trauen kann…
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

4. Im Bann der Nacht
Vampir Cezar ist es gewohnt, sich zu nehmen, was ihm gefällt. Als er Anna Randal begegnet, zögert er daher nicht lange — und bezahlt teuer für diese eine leidenschaftliche Nacht. Zweihundert Jahre lang lassen ihn die Orakel, die mächtigen Herrscher der Dämonenwelt, büßen, denn Anna ist auserwählt, eine der ihren zu werden. Jetzt trachtet eine dunkle Macht der schönen Juristin nach dem Leben, und Cezar wird zu ihrem Beschützer bestimmt. Dumm nur, dass Anna entschlossen ist, eher zu sterben, als Cezar noch einmal zu trauen …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

5. Im Rausch der Dunkelheit
Jahrelang wurde die schöne Werwölfin Regan von dem bösen Troll Culligan gefangen gehalten. Als ihr endlich die Flucht gelingt, will sie nur noch eins: Rache. Doch ein mächtiger Vampir-Clan hat andere Pläne mit ihr und schickt den geheimnisvollen Jagr, der sie nach Chicago bringen soll. Die Blutsauger haben ihre Rechnung allerdings ohne Regans eisernen Willen gemacht …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

6. Wächterin des Blutes
Als Salvatore, der König der Werwölfe, der schönen Harley begegnet, fühlt er eine nie gekannte Leidenschaft. Mehr als alles andere will er sie für sich erobern und mit ihr, einer der letzten Werwölfinnen reinen Blutes, den Fortbestand seiner Art sichern. Doch Harley würde eher sterben als sich mit Salvatore einzulassen — denn er ist es, der das Verderben über ihre Familie gebracht hat, ihn wird sie bis zum letzten Atemzug bekämpfen. Und sie weiß, dass sie seiner verstörenden Anziehungskraft auf keinen Fall erliegen darf …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

Novelle: Verlockung der Düsternis
Die schöne Halbhexe Juliet hat einen ganz besonderen Verehrer. Victor ist der Clanchef der Vampire in London und damit der mächtigste Dämon Englands. Er will sie um jeden Preis besitzen. Denn Victor weiß: Juliet ist nicht nur schön; mit ihren magischen Fähigkeiten wäre er unbesiegbar. Und als Clanchef ist er es gewohnt zu bekommen, was er will. Doch Juliet scheint den Verführungskünsten als einzige Frau widerstehen zu können …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

7. Fesseln der Finsternis
Laylah, halb Dschinn, halb Mensch, gerät in die Fänge des Vampirs Tane. Obwohl sie Feinde sind, fühlen sie sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Doch Laylah muss wachsam sein: In ihrer Obhut befindet sich ein Kind, das die Macht hat, über das Schicksal der Dämonenwelt zu entscheiden. Um es beschützen zu können, muss sie nach London reisen. Tane weicht ihr jedoch nicht von der Seite: Kann sie dem Vampir vertrauen? Denn mächtige Gegner sind Laylah dicht auf den Fersen, und sie wollen das Kind um jeden Preis in ihre Gewalt bringen.
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

Novelle: Erwählte der Schatten
Fast zwei Jahrhunderte lang wurde die schöne Kata von einem Magier gefangen gehalten. Doch nun ist es ausgerechnet ein verfeindeter Vampir, Uriel, der ihr bei ihrer wichtigsten Aufgabe beisteht. Denn um sich aus ihrem Gefängnis zu befreien, muss sie ihre Zwillingsschwester Marika retten. Warum hilft ihr Uriel? Je näher die beiden ihrem Ziel kommen, desto schwieriger wird es für Kata, sich Uriels Anziehungskraft zu erwehren und ihre Gefühle zu kontrollieren …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

8. Der Dunkelheit versprochen
Die schöne Vampirin Jaelyn darf als Jägerin niemals ihren Gefühlen nachgeben. Sie ist bekannt für ihre Willensstärke – bis sie Ariyal, einem Mann aus dem verfeindeten Elfenvolk, begegnet und gefährliche Leidenschaft von ihr Besitz ergreift. Als eine schreckliche Prophezeiung die Dämonenwelt zu vernichten droht, beginnt sich zu zeigen, was die schicksalhafte Begegnung zwischen Jaelyn und Ariyal bringt: Rettung oder Verderben …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

9. Gejagte der Nacht
Die schöne Werwölfin Cassandra verfügt über eine einzigartige Gabe. Als Prophetin kann sie das Schicksal der Dämonenwelt vorhersehen, die von einer dunklen Macht bedroht wird. Ihre Fähigkeit bringt sie in tödliche Gefahr. Nur Caine, der dazu bestimmt ist, sie zu beschützen, kann sie retten. Doch die beiden verbindet mehr als ein Auftrag: Immer stärker fühlen sie die tiefe Anziehungskraft, der sie nicht widerstehen können. Als Cassandra von schrecklichen Visionen heimgesucht wird, steht alles auf dem Spiel: ihre Liebe und die Existenz der Dämonenwelt …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

Novelle: Finstere Versuchung
Levet, der Gargyle, muss seinen ärgsten Feind bezwingen. In der schönen Nymphe Valla und dem Vampir Elijah findet er Verbündete. Während sich Levet in immer größere Gefahr begibt, stellen sich Valla und Elijah den Dämonen der Vergangenheit, die ihre tiefe Liebe zu zerstören drohen …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

10. Gefährtin der Ewigkeit
Seit Jahrhunderten lebt die mächtige Vampirin Nefri in einer Welt, in der es keine Leidenschaften gibt. Nun hat sie nicht nur einen gefährlichen Auftrag, sondern auch einen betörenden Begleiter. Der schöne Santiago strahlt eine Anziehungskraft aus, der sie sich kaum entziehen kann. Nefri stürzt sich in den Kampf: gegen die uralte finstere Kraft, die unter den Menschen und Dämonen wütet, und gegen das überwältigende Verlangen, das Santiago in ihr entfacht …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

11. Sehnsucht der Dämmerung
Die schöne Halbdämonin Sally und der mächtige Vampir Roke sind gegen ihren Willen durch ein magisches Band miteinander verbunden. Es ist ein mächtiger Zauber, der sie aneinanderkettet und der ihr Verlangen immer stärker werden lässt. Doch er birgt auch eine große Gefahr für Sally und Roke – und für die ganze Welt …
Möchtest du auch mal lesen? *klick*

Nachtblau: Tagebuch einer Vampirin – Kester Schlenz

Kester Schlenz
Nachtblau – Tagebuch einer Vampirin

Nachtblau
Klappentext:
Ein atemberaubender, fesselnder Roman über eine Frau, die zur Vampirin wird. »Nachtblau« erzählt von Ludmillas Seelenqual, von ihrer Sehnsucht nach menschlicher Wärme und ihren blutrünstigen Gelüsten. Von Rache und von Macht. Denn Ludmilla ist auf der Suche nach dem Wesen, das sie zur Untoten gemacht hat. Und als sie dieses Wesen findet, sieht sie sich einer schier unbesiegbaren Gegnerin gegenüber.
Cover und Klappentext mit besten Dank an Kester Schlenz.

Ich habe diese Geschichte nun zum zweiten mal gelesen und war genauso fasziniert davon, wie beim ersten mal. Ludmilla ist ein toller Charakter und die Geschichte flüssig aus der Ich-Perspektive von Ludmilla erzählt.

Ludmilla wurde aus ihrem Leben gerissen, erst von ihrem Ex betrogen und dann von einem Hund verfolgt. Eine Frau hat ihr geholfen und wird danach alleine in einem Wald wach. Sie ist erstaunt über ihre neuen Sinne und wird gleich vom Hunger gepackt. Die Instinkte greifen und sie stürzt sich auf das erste was sie finden kann. Das war aber nicht das Richtige und so irrt sie erstmal durch den Wald und findet kurz vor Sonnenaufgang eine Hütte und tötet dort zum ersten Mal. Natürlich ist sie geschockt und läuft davon.

In ihr altes Leben kann sie nicht zurück, sie hat sich relativ schnell damit abgefunden eine Vampirin zu sein. Sie beginnt ein neues Leben in einer großen Stadt, wo sie auch gleich Kontakt findet und in einem Club arbeitet. Allerdings fühlt sie sich einsam, da sie niemanden von ihrer Art finden kann. Aber sich den Menschen anvertrauen mag sie sich auch nicht. Wobei gerade auch ihr Chef merkt, dass sie anders ist. Sie hat ihre Kollegen im Club aber lieb gewonnen und weiß diese auch zu beschützen, da auch der Club in dem sie arbeitet nicht von der Mafia verschont bleibt. Es passiert etwas Schreckliches und sie nimmt auf blutige Weise Rache.

Dann ist da noch der Mann von der Mordkommission, es fällt natürlich auf, dass in den Straßen der Stadt Blutleere Menschen liegen. Zudem wurde im Club auch ein Mord begangen. Trotz seinen Ermittlungen fühlt sich Ludmilla zu ihm hingezogen, kann ihm aber auch nicht sagen, was mit ihr los ist.

Dann tut sie sich noch mit einem Professor zusammen, um nach anderen Vampiren zu suchen. Nach einer Zeit findet sie diese auch und ist unheimlich glücklich nicht mehr alleine zu sein, allerdings muss sie Regeln folgen, mit denen sie sich nicht so recht anfreunden kann.

Sie wird von einer Vampirin an die Hand genommen und in die Welt der Vampire eingeführt. Es ist schwer für Ludmilla, da sie ihre Menschlichkeit noch nicht abgelegt hat, mit dem zurecht zu kommen, was die Vampirin alles von ihr verlangt und anstellt.

Sie führt ihr vor Augen, dass sie nicht ewig mit den Menschen zusammen sein kann. Da bricht eine Welt für Ludmilla zusammen, da sie den einen ganz besonders liebt.

Ludmilla hat dann in ihrem Hungerwahn einen großen Fehler begangen und etwas Schreckliches ist passiert. Sie tut sich mit dem Professor zusammen um ein Leben zu retten. Es kommt allerdings alles anders als Ludmilla sich das gedacht hat.

Das Ende ist gut und irgendwie auch nicht und das einzige, woran ich wirklich was zu meckern habe. Hätte gerne noch ein bisschen weiter gelesen.

Es hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht zu lesen, was Ludmilla alles an Höhen und Tiefen als neuer Vampir auf sich nehmen muss. Wie sie mit ihrem Hunger auf Blut umgeht, wie sie sich selbst fürs töten hasst, aber nicht anders kann. Die Gefühle zu den Menschen, von denen sie sich nicht lösen kann.

Mal ein ganz anderer Vampirroman als ich sonst so lese, aber gut und spannend zu lesen. Fesselnd, da ich immer wissen wollte, was als nächstes mit Ludmilla passiert. Da gebe ich eine klare Leseempfehlung.

Lust zu lesen 🙂 ? *klick*

Totenfreund von Jenna Kosig

Jenna Kosig
Totenfreund

Totenfreund-CoverM
Klappentext:
Seit dem Tod seiner Frau Lara leidet der Polizist David Westers an schrecklichen Albträumen. Nur seine kleine Tochter Mia hält ihn am Leben. Und die Tatsache, dass der Mörder seiner Frau ebenfalls tot ist. Vier Jahre nach den schrecklichen Ereignissen wird auf einem verlassenen Bauernhof eine weibliche Leiche gefunden. Sie ist nackt. Ihr Körper ist mit dutzenden Schnittwunden übersät. Der Mord weckt schmerzliche Erinnerungen bei David. Und dann ist da noch das bizarre Detail, dass der Mörder einen Käfer in der Hand der toten Frau platziert hat Es folgen weitere Opfer. Und weitere Käfer. Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht, die darauf hindeuten, dass die Morde etwas mit Davids Vergangenheit zu tun haben. Als an einem der Tatorte dann DNA des längst totgeglaubten Mörders seiner Frau gefunden wird, scheint Davids schlimmster Albtraum wahr zu werden. Oder ist die Wahrheit sogar noch viel finsterer, als er es sich in seinen Träumen vorstellen kann?
Klappentext und Cover mit besten Dank an Jenna Kosig.
Leseprobe

Jenna Kosig hat mit ihrem Werk einen guten und spannenden Thriller geschaffen. Die Geschichte ist gut durchdacht und hat sich flüssig lesen lassen. Sie ist aus der Ich-Perspektive von David geschrieben.

Das Buch beginnt mit einem Albtraum von David, die hat er leider öfter, was nicht verwunderlich ist, da er als Polizist bei der Mordkommission schon so einiges erlebt hat. Seine Frau wurde von einem Serienmörder umgebracht. Was ihm blieb, war seine Tochter Mia. Sie ist sein ein und alles und als alleinerziehender Vater hat er es nicht so einfach Beruf und Vater sein unter einen Hut zu bekommen. Zum Glück hat er aber seine Eltern und Schwiegereltern, die ihm unter die Arme greifen. Da der nächste Fall natürlich nicht lange auf sich warten lässt.

Eine junge Frau wird auf einem Bauernhof gefunden und der Anblick der Frau erinnert David stark daran, was seiner Frau vor vier Jahren passiert ist.

Dann beginnen die Ermittlungen, die David mit seinem Partner Philipp durchführt. Allerdings stoßen sie nur auf Sackgassen, kommen in dem Fall nicht weiter. Auch ein Käfer der bei der toten Frau gefunden wurde, bringt erst keine wirklichen Erkenntnisse.

Erst als weitere Frauen sterben, kommt David dahinter, dass es was mit ihm persönlich zu tun haben könnte. Geschockt war er dann, als die DNA vom Mörder seiner Frau an einem Tatort gefunden wurde.

Das Ende war spannend, überraschend und ich hätte im Leben nicht so damit gerechnet.

Dieser Thriller hat mir wirklich gut gefallen. Die Ermittlungen waren gut beschrieben und die Autorin hat einen bis zum Schluss im Unklaren gelassen wer der Täter war.

Aber auch so, war die Geschichte um David im Ganzen toll. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, sie hat das Leben von David realistisch rüber gebracht. Sie hat die Ängste, Zweifel am Leben und die Gefühle zu seiner Tochter gut dargestellt. Ich habe mit ihm mitgelitten und mitgefiebert und hätte ihm wirklich ein bisschen mehr Glück gewünscht.

Ich hoffe es wird noch mehr von Jenna Kosig zu lesen geben, denn bei diesem Thriller gebe ich eine klare Leseempfehlung.

Klingt interessant? *klick*

Porta Inferna: Auserwählte des Schicksals

Nancy Steffens
Auserwählte des Schicksals
Porta Inferna

Porta Inferna
Klappentext:
Regel Nummer 1: Ich sage meinen Namen grundsätzlich nur einmal. Regel Nummer 2: Jeder hat Anspruch auf sein vom Gesetz gegebenes Recht – vorausgesetzt man hat nicht mit mir zu tun. Und Regel Nummer 3, die wahrscheinlich wichtigste von allen: Glaubt niemals nur das, was ihr seht! Als erfolgreiche Kopfgeldjägerin der Bail Enforcement Agency jagt Sheeva Mathews Nacht für Nacht übernatürliche Straftäter. Nur ein Einziger hat es bisher geschafft, ihr immer wieder zu entwischen: Duncan McClary, der smarte Dämon, der ihr einst von der Existenz unmenschlicher Kreaturen erzählte und Sheeva um ein normales Leben brachte. Als Duncan ihr eines Tages ein sonderbares Angebot unterbreitet, muss Sheeva sich entscheiden: Sie könnte ihn auf der Stelle festnehme oder ihm in seine dunkle Welt folgen und die Wahrheit über ihre eigene mystische Vergangenheit erfahren …
Klappentext und Cover mit besten Dank an den Egmont Lxy Verlag.

Leider wurde ich mit dieser Geschichte nicht so richtig warm, was wohl daran lag, dass im Klappentext von einer taffen Kopfgeldjägerin gesprochen wurde, man im Buch dann später aber leider nichts mehr davon finden konnte. Ein Faden von Ungereimtheiten und offenen Fragen hat sich die meiste Zeit durch das Buch gezogen. Jedoch waren die Charaktere gut beschrieben und aus verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt. Flüssig zu lesen war die Geschichte für mich leider nicht.

Am Anfang war Sheeva noch die taffe Kopfgeldjägerin wie im Klappentext beschrieben. Sie hatte auch gleich einen Vorlauten Gnom festgenommen. Sie bekam dann einen Tipp den schon lange gesuchten Duncan auf die Spur zu kommen. Als sie auf ihn trifft, war es schon gleich vorbei mit der taffen Kopfgeldjägerin, sie lässt sich von ihm überrumpeln. Er hat ihr dann versprochen, sie zum Hohen Rat zu bringen, wo sie dann mehr über ihr Mal und ihre Bestimmung erfahren sollte.

Als Duncan sie dann mit durch das Porta Inferna mitgenommen hat, ist sie von einer brenzlichen Situation in die nächste geraten und da ging sie mir dann total auf die Nerven. Man sollte doch annehmen, wenn man auf der Welt schon Dämonen gejagt hat, man mit ihnen schon so einiges an Kontakt hatte. Nachdem wie Sheeva sich verhalten hatte, meist in Schockstarre, hätte man annehmen können, sie hat noch nie vorher einen gesehen. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass bei ihr der Funke mal überspringt, ist aber leider nicht passiert, wobei Ansätze in manchen Situationen durchaus vorhanden waren. Aber meist ist sie weggelaufen.

Was es nun genau mit ihrem Mal auf sich hat, wurde auch nie wirklich aufgeklärt. Es gab so einige Situationen die für mich ein Rätsel waren.

Es gab viele gute Kampfszenen, die aber dadurch zu Nichte gemacht wurden, weil Sheeva sich bei fast jeder in die Hose gemacht hat.

So ganz klar war mir auch nicht, zu wem Sheeva sich jetzt hingezogen gefühlt hat, da es auch noch Amal gab, der mir als Charakter richtig gut gefallen hat. Es gab hier und dort mal ein Kribbeln und das war es auch schon. Und eine aus der Situation heraus Leidenschaftliche Szene, die auch wieder nicht richtig passte. Es gab zu viele Situationen, die mich einfach nur verwirrt haben.

Erotik gab es auch, die tatsächlich gut beschrieben war, aber an dieser Stelle einfach nicht passte. Wobei ich den Hintergrund warum es passierte durchaus verstanden habe.

Im Ganzen war die Idee der Geschichte nicht schlecht, nur leider für mich persönlich nicht gut umgesetzt. Wahrscheinlich sehe ich manches auch nicht mehr so objektiv, weil mir die Protagonisten zu sehr auf die Nerven ging und ich meist die Augen verdreht habe. Nach dem Ende zu schließen wird es wohl eine Fortsetzung geben, oder es sollte eine geben, damit offene Fragen beantwortet werden können.

Schade, aber mich hat Porta Inferna leider nicht überzeugt.

Love and Lies: Alles ist erlaubt

Molly McAdams
Alles ist erlaubt
Love and Lies 1

9783453419216_Cover
Klappentext:
Nachdem sie in der Vergangenheit hintergangen und verletzt wurde, will Rachel lieber als verrückte Katzenlady ein einsames Dasein fristen, als jemals wieder einem Typen zu vertrauen. Schon gar nicht einem umwerfend gut aussehenden Bad Boy mit Tattoos und Harley – wie Undercover-Cop Logan »Kash« Ryan. Doch wenn er sie mit seinen stahlgrauen Augen ansieht, muss Rachel ihre gesamte Willenskraft aufwenden, um seinen sexy Körper nicht mit ihren Blicken zu verschlingen …
Cover und Klappentext mit besten Dank an den Heyne Verlag.

Huh, was eine gute, rührende und spannende Geschichte. Die Art von Geschichte, die ich nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchgelesen habe. Tolle gut ausgebaute Charaktere und eine flüssig lesende Story. Sie ist mal aus der Ich-Perspektive von Rachel und Kash geschrieben.

Rachel und ihre Freundin Candice studieren und lebten in einen Wohnheim. Sie hatten sich aber entschlossen, dass letzte Studienjahr in einer eigenen Wohnung zu wohnen. Rachel wurde von Candices Eltern aufgenommen, als ihre eigenen Eltern gestorben waren, von daher ist Candice wie eine Schwester für sie. Rachel wurde von Candice quasi genötigt mit ihrem Cousin Blake auszugehen, leider war dies nicht eine so tolle Erfahrung für Rachel. Ab da wollte sie mit ihm nichts mehr zu tun haben. Und Candice hätte ich um klatschen können, was für ne blöde Kuh.

In ihrer neuen Wohnung lernten sie dann schnell Kash und Mason kennen. Diese waren in die gegenüber liegende Wohnung gezogen. Sie arbeiteten als Verdeckte Ermittler wegen einem Serienmörder, von daher kam es für Kash nicht in Frage, sich auf eine Beziehung einzulassen. Allerdings hatte er nicht mit Rachel gerechnet, er war sofort von ihr fasziniert. Auch Rachel fühlte sich schnell zu Kash hingezogen. Rachel hatte aber schnell klar gemacht, dass sie aufgrund ihrer Vergangenheit keine Beziehung möchte. Kash war zu diesem Zeitpunkt auch noch damit einverstanden.

Sie haben sich aber angefreundet und es war so herzerwärmend das zu lesen. Rachel hatte Schutzschilde aufgebaut und Kash hatte es geschafft, mit seiner Verständnis- und Liebevollen Art eine nach der Anderen einzureißen.

Da ja von beiden Sichtweisen erzählt wurde, konnte man immer nachvollziehen, was der eine von dem anderen dachte und mitverfolgen, wie sich die Gefühle entwickelt haben. Zumal Kash in einer Zwickmühle steckte und Rachel nichts von seinem wahren Leben erzählen konnte.

Es passierten viele komische Dinge und zum Ende wurde es noch mal richtig spannend und Herzschmerz vorprogrammiert. Und als ich mich schon Seelig auf das Ende des Buches eingestellt hatte, kam es noch mal ganz dicke. Und ich dachte nur WAS?! Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich noch gar nicht, dass es noch einen zweiten Teil geben wird.

Erotik gab es natürlich auch, aber diese war so toll und liebevoll beschrieben, wie es zu den Protagonisten nicht hätte besser passen können.

Also von der ersten bis zur letzten Seite sehr unterhaltsam. Eine große Portion liebe und Romantik verpackt in einen spannenden Thriller. Wobei abzusehen war, was passieren würde, hat es der Geschichte nichts genommen, sondern ich war nur noch mehr daran interessiert zu wissen wie es weitergeht.

Hier gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Weitere Bände
2. Alles ist verziehen, erscheint am 08.03.2016
Eigentlich sollte Rachel die Hochzeit mit Kash planen, der Liebe ihres Lebens. Nach ihrem verrückten ersten gemeinsamen Jahr ist sie bereit, ein geordnetes und völlig normales Leben zu führen. Nun ja, eben so normal, wie es geht. Doch die beiden wurden mit etwas konfrontiert, das sie auseinanderzureißen droht.

Honigfarben von Christine Troy

Christine Troy
Honigfarben
Heimliche Lust und Gefährliches Verlangen

Honigfarben 1
Klappentext:
Weil Mona Stefans Heiratsantrag nur einen Tag nach der Beerdigung seines Vaters ablehnt, verlässt er sie. Nur zu bald bereut die junge Frau ihre Entscheidung und kämpft drei Jahre lang um ihre Liebe. Doch Stefan ist hartherzig, ergötzt sich an ihren verzweifelten Versuchen, alles wieder gut zu machen, und quält sie mit seinen neuen Betthäschen. Erst als Trever Sullivan, der steinreiche Geschäftsmann aus Übersee, Gefallen an Mona findet, erkennt Stefan, was er im Begriff ist für immer zu verlieren, und ergreift die Initiative.
Honigfarben 2
Nach dem ersten Schock, dass Trevers Exfreundin genauso aussieht wie sie, spricht sich Mona mit ihm aus. Dabei kommt so manch Unerwartetes ans Licht. Trotz allem finden die beiden wieder zueinander. Monas neues Leben in Phoenix läuft fantastisch, Trever entpuppt sich, mal abgesehen von seinen bestimmenden Phasen, als Traummann, und auch der neue Job ist toll. Wenn da nur nicht diese seltsamen Nachrichten von Stefan wären und die Tatsache, dass Mama seit Tagen weder ans Telefon geht noch zurück ruft …
Klappentext und Cover mit besten Dank an den A.P.P.-Verlag.

Da ich beide Teile hintereinander gelesen habe und diese alleine nicht sehr lang waren, habe ich beschlossen, auch im Ganzen darüber zu berichten.
Eigentlich fand ich die Geschichte ganz gut, sie war flüssig geschrieben und die Charaktere gut ausgebaut. Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Mona geschrieben.

Mona war mit dem Sohn, Stefan, ihres Chefs zusammen. Als dieser starb und Stefan ihr dann einen Heiratsantrag gemacht hatte, Mona diesen aber aus bestimmten Gründen abgelehnt hatte, hat er sich von ihr getrennt. Für Mona war das sehr schwer und selbst nach 3 Jahren trauerte sie ihm immer noch hinterher.

Dann kam die Wende, die Firma möchte mit einer anderen Firma aus dem Ausland fusionieren. Mona arbeitete mit ihrer Freundin Sarah, der Schwester von Stefan, in der Marketingabteilung. Sie haben natürlich jede Menge zu tun, da eine Präsentation für die Fusionierung bei ihnen stattfinden sollte.

Kurz bevor diese stattfinden soll, begegnet Mona dem Bruder von Trevor Sullivan, dem Inhaber von Trevor Holding. Dieser schaut Mona schon so intensiv an. Als sie allerdings auf Trevor trifft, scheint sein Blick sie zu durchbohren. Das entgeht natürlich auch Stefan nicht.
Sein Interesse an Mona war wieder geweckt, aber Mona merkte auf einmal, dass sie für Stefan doch nicht mehr so viel empfand wie sie dachte. Zwischen Trevor und Mona scheint sich etwas zu entwickeln und Stefan versucht, ihnen Steine in den Weg zu legen.

Mona und Sarah sollen für ein halbes Jahr in die USA um in der Werbeabteilung zu arbeiten, dass versucht Stefan mit aller Macht zu verhindern. Die Beiden lassen sich aber nicht aufhalten, denn Trevor und auch sein Bruder zeigen sich sehr großzügig. Die Anziehungskraft zwischen Mona und Trevor wird immer grösser. Auch wenn es erst ein Missverständnis zwischen den Beiden gab, kommen sie sich doch näher. Allerdings musste sie feststellen, dass Trevor ihr doch etwas ganz entscheidendes verheimlicht hatte.

Deshalb ist Mona total von der Rolle, was ich sehr gut verstehen konnte und ich hätte Trevor für seine Doofheit am liebsten eine geklatscht.
Auch wenn sie mit Trevor dann wieder eine schöne Zeit hatte, müssen beide doch mit Schicksalsschlägen kämpfen. Und Stefan ist natürlich auch noch nicht aus der Welt. Ab dieser Stelle war mir einiges Unlogisch, Nachrichten wurden ausgetauscht, die nicht wirklich passten. Aber die Situation für Mona tat mir natürlich total leid, da sie gleich mit zwei traurigen Anlässen zu kämpfen hatte.

Mona hatte es dann aber geschafft, ein Problem, welches Trevor betraf, zu lösen, wenn auch nicht bewusst. Das war gut inszeniert und hat mir wirklich gut gefallen.

Die Erotik war okay, nicht zu viel und nicht zu wenig, gut beschrieben und für Mona auch an manchen Stellen ziemlich überraschend *zwinker*.

Also im Ganzen eine tolle nicht langweilige Geschichte. Das „eigentlich“ am Anfang, bezog sich auf die Stelle, die mir nicht ganz logisch war. Ansonsten war es eine gefühlvolle Geschichte, die mich in den Bann gezogen hat. Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.